Winter 2006: Wir stellen fest, dass die Gefahr besteht, dass wir uns bald nur noch zum Tratschen und Saufen im Übungsraum treffen. Was tut man da? Genau! Man nimmt wieder einmal ein neues Album in Angriff, um die Motivation ein bisschen zu erhöhen. In unserem Fall erleichternd ist die Tatsache, dass wir schon zu diesem Zeitpunkt genau wissen, dass die Platte „The He-She Strikes Back!“ heissen und der zweite Teil einer He-Shes-Trilogie darstellen würde. Das Wichtigste ist also bereits erledigt, jetzt fehlten nur noch „ein paar“ Songs…. Wir melden uns mal präventiv für den Mai bei Dave und Stammbi in den Somastudios an für den Mai, nur für den Fall, dass wir bis dann schon genügend Songs haben sollten….

Mai-Juli 2006: Die Angst vor dem Versagen hat uns tatsächlich dazu gebracht, elf Songs zu schreiben. Sie sind zwar noch nicht ganz fertig, bei etlichen fehlt noch so Nebensächliches wie der Gesang, aber eben, übertreiben soll man nicht, und so fangen wir mal mit den Drums an. Unser Peter ist zum Glück eine sehr zuverlässige Person, er hatte geübt (d.h. er hatte sich die Songs „zuhause noch mal angehört“, wie wir das nennen…) und hat von der Natur ein Rhythmusgefühl, das die ganze Sache recht vereinfacht. Item, nach ein paar Tagen war alles fertig gedrömmt (übrigens mit dem Bonham-Plexi-Set, nur falls sich jemand wundert, wie Drums so geil klingen können hehehe!) und der Kudi begann mit seinem ebenso beliebten wie bekannten „für den Bass brauche ich sicher nicht länger als einen halben Tag“-Gehetze. Viel länger braucht er wirklich nicht, man muss aber auch dazu sagen, dass er selber selten an seiner Leistung zweifelt. Standardkommentar Herr Heeg: „Also ich fands super, was meint ihr?“ Ich selber verbrachte dann sicher sieben Tage und sieben Nächte im Studio, als Gitarrenslkave von Dave missbraucht und mit Aussagen wie „Nicht schlecht, ich würde sagen 94 Prozent“ dauermotiviert. Im Gegenzug hatte ich eine nicht bundreine Gitarre mit Wackelkontakt mitgebracht, mit der ich mindestens drei Verstärker niederstrecken konnte. Das hat dann wiederum den Dave sehr gefreut! Der Dave ist ein sowieso ein ganz lustiger Saucheib, wir hatten sehr viel Spass mit ihm, obwohl er nicht ganz so primitiv ist wie wir. Dafür fies! Ständig versuchte er, hinter unserem Rücken seine Digital-Gimmicks auszuprobieren (Stichwort: „Beat-Detector“) und unsere Songs zusammenzumorphen. Richtig heiter wurde es dann, als sich Dave mit unserem Holländer für längere Zeit mit dem Gesang zu beschäftigen begann. Zu hören bekamen Pidi und ich längere Zeit fast nichts, umso grösser war dann die Überraschung, als wir zum ersten Mal Songs wie „The Slave“ mit Gesang hörten. Wobei Überraschung vielleicht nicht das rechte Wort dafür ist, sondern eher Entsetzen: NEIN, DAS GEHT NICHT! Nun, es ging doch, wie ihr hören werdet, und ja, Radiostationen wie „Virus“ (sollte doch für die Hosenscheisser- Abteilung sein, oder?) finden auch das noch „eindeutig zu hart“ für ihr Programm. Insofern brauchen wir uns wohl doch nicht übertrieben viele Sorgen zu machen. Keine Angst, es gibt auch ein paar typische „auf die Glocke“-Songs auf „The He-She Strikes Back!“, so wie man es von uns kennt. Gäste hatten wir auch zu Besuch, und zwar richtig gute, die mit Instrumenten eingefahren sind, die man, um es mal gelinde auszudrücken, auf einer HELLMUTE Platte nicht gerade zwingend erwartet. Hat sich jemand schon mal darüber Gedanken gemacht, wie sich ein Duett mit HELLMUTE und JAMES LAST anhören könnte? Eben! Wir schon!

Wenn man einmal anfängt, sich mit Details auseinanderzusetzen, so bedeutet das gewöhnlich, dass alles ein wenig länger dauert. So war es dann auch zum Glück, wie wir im Nachhinein finden! Jedenfalls verbrachten Dave und hauptsächlich Pidi (er hat die besten Ohren, obwohl er der älteste im Team ist) noch einige sehr viele Stunden mit dem Abmischen der Platte, bevor sie unseren Anforderungen („Es muss kesseln, aber mit Druck!“) entsprach.
November 2006
Fistfucker-Records aus Aarau (Bluesbueb, Urban Jr., Toenails etc.), eine Bude, bei der nicht nur der Name überzeugt, bieten an, uns ein wenig zu helfen. Der Herr Morgenegg (Das ‚Du’ werden wir uns evt. Am 19 Januar an der Plattentaufe anbieten, oder, Herr Morgenegg?) und Frank Niklaus haben ihre Arbeit bereits aufgenommen, sie werden in Zukunft unsere Gigs buchen (was bedeutet, dass wir zum ersten Mal Gagen erhalten werden, die das Benefit-Niveau überschreiten!) Promo bei den Medien machen (schon jetzt vormerken: 19. Januar Plattentaufe KiFF Aarau; 20. Januar Interview im ‚Weekend Music’ bei Dani Beck!) und sonst so Dinge, die wir immer vergessen. Es geht jetzt also wieder mal ein wenig professioneller zu und her bei uns. Sogar einen Videoclip zu „the slave“ haben wir nun in der Munitionskiste, Dave und die Jungs von „Lenarmy“ sei Dank! Der Clip ist wirklich der Hammer, er ist ebenso passend wie vergammelt, ein wahres Meisterwerk, und das zu einem Preis, den die Lovebugs bereits für die Offerte für einen Clip bezahlen…..
Jetzt aber genug der Worte, am 19. Januar geht es los im KiFF, wer nicht kommt ist selber schuld!
Peace, schwe und die zwei Fragezeichen.
The He-She strikes back! November 2006
Kudi philosophiert über die He-She Triologie. Hier klicken !
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